Umsetzung von BIM

Nur wenige sind up to date

Düsseldorf. Beim Thema Building Information Modeling (BIM) kommt langsam auch die heimische Baubranche in Fahrt – was nicht weiter verwundert, schließlich muss zum Beispiel ab dem Jahr 2020 in öffentlichen Infrastrukturprojekten mit dieser speziellen Applikation gebaut werden. Klar, dass dann auf die Planer und Verarbeiter viele neue Prozesse einprasseln werden. Doch BIM hat auch eine andere Seite: die Hersteller. Denn auch die Produzenten müssen bei ihrem Produktportfolio zukünftig größtenteils BIM-kompatible Produktinformationen bereitstellen. Hier stellt sich nun die Frage, wie weit die heimischen Hersteller mit der Umsetzung schon gekommen sind. BauInfoConsult hat daher in einer Blitz-Umfrage die Produzenten und Zulieferer von Baustoffen gefragt, ob ihr Produktportfolio schon für die BIM-Revolution bereit ist. Das Ergebnis lässt nichts Gutes erahnen, denn lediglich 29 Prozent stellen dem Markt BIM-Informationen zu den eigenen Produkten zur Verfügung. Ein Viertel der befragten Produzenten haben noch nicht einmal damit begonnen sich mit BIM zu befassen.

Umsetzung von BIM

Die Düsseldorfer Marktforscher von BauInfoConsult haben Ende Februar diese Jahres 56 Hersteller aus der Baubranche befragt, ob sie ihr Produktportfolio schon soweit auf BIM vorbereitet haben, dass auch BIM-Produktinformationen bereitgestellt werden. Das Ergebnis ist dabei eher ernüchternd, denn lediglich 29 Prozent der Befragten geben an, dass es für Ihre Produkte bereits BIM-Informationen gibt und dass diese auch dem Markt zur Verfügung stehen.

 

23 Prozent der Hersteller haben bis jetzt noch nicht einmal damit begonnen mit BIM zu arbeiten. 29 Prozent geben an, dass sie planen binnen der nächsten 5 Jahre BIM-Informationen in ihr Produktportfolio zu integrieren. Da BIM auf jeden Fall eher schneller als langsamer auf dem deutschen Markt Fuß fassen wird, zeigt das Ergebnis, dass über die Hälfte aller befragten Hersteller beim Thema BIM der mittelfristigen Marktentwicklung hinterherhinken.

Doch welchen Effekt hat das eher zögerliche Verhalten vieler Hersteller, was die Umsetzung betrifft? Umfrageergebnisse aus anderen BauInfoConsult Studien zeigen, dass Hersteller sich wohl keinen Gefallen damit tun, bei der Bereitstellung von BIM-Informationen zu viel Zeit verstreichen zu lassen: Eine große Mehrheit von Architekten – immerhin einer der Hauptanwendergruppe von BIM – sind nämlich der Meinung, dass insbesondere solche Hersteller binnen von 3 Jahren ins Hintertreffen geraten werden, die keine BIM-kompatiblen Produktinformationen bereitstellen.  

 

Hier sind die Hersteller aus der Baubranche dringend gefordert dem Rat der Architekten zu folgen und dieses Informationsdefizit auszugleichen, obwohl einige Produzenten sich erstmal spezielle BIM-Marktkenntnisse aneignen müssen – zumindest diejenigen, die sich noch gar nicht richtig mit dem Thema auseinandergesetzt haben. Quelle: www.bauinfoconsult.de

Über die neue Studie: BIM-Monitor 2017

Die Entwicklungen verlaufen schnell, gerade im IT-Sektor. Damit die Akteure der Bauwirtschaft vom Zulieferer bis zum Verarbeiter auf die Anforderungen und Bedürfnisse der BIM-Nutzer vorbereitet sind, möchte BauInfoConsult in Kürze eine Studie über die BIM-Nutzung in Deutschland und die Potenziale und Anforderungen durchführen. Dabei sollen neben vorbereitenden Experteninterviews mit Nutzern und Entwicklern insgesamt 300 mittlere und große Architektur-, Bau- und Installationsunternehmen nach der eigenen BIM-Praxis und Erfahrungen befragt werden, untern anderem zu den folgenden Themen:

  • Bekanntheit von BIM & BIM-Systemen
  • BIM-Aktivitäten und Koordination mit anderen Beteiligten
  • Dauer, Grund und Art der BIM-Nutzung
  • Mehrwert von BIM und Vorbehalte/Kritik
  • Umfang und Art geplanter Investitionen in BIM
  • genutzte Systeme
  • genutzte & vertrauenswürdige Quellen zu BIM
  • Erwartungen an Hersteller aus der Bau- und Installationsbranche
  • Erwartungen an Softwarehersteller

Der BIM-Monitor 2017 kann bei BauInfoConsult zum Preis von € 1.499 zzgl. MwSt. vorbestellt werden. Fragen zur Studie beantwortet Ihnen Alexander Faust gerne (faust@bauinfoconsult.de oder 0211 301 559 14).

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